Zweige mit Schnee
Im Bandweberhaus des Freilichtmuseums gefertigte Bänder

Feldbahn

Die Steinbruchbahn im Museumsgelände – Idee und Ausführung

Bereits im Jahr 2010 hatten Mitglieder des „Vereins der Freunde und Förderer des Bergischen Freilichtmuseums in Lindlar e.V.“ großes Interesse bekundet, gemeinsam mit der Museumsleitung nicht nur eine Steinbruchbahn im Gelände anzulegen, sondern auch nach deren Fertigstellung den Betrieb zu managen. Glückliche Umstände ermöglichten schon nach kurzer Zeit, die dafür erforderlichen Gleise und Weichen von einem bedeutenden Substrathersteller im Emsland für einen überschaubaren Geldbetrag zu erhalten, da er damals die Spurweite seiner Torfbahn von 600mm auf 900mm umstellte.

Nach und nach konnten weitere Lokomotiven und Loren übernommen werden. Ein privater Feldbahnsammler aus Hagen und das Feldbahnmuseum Oekoven in Grevenbroich konnten als fach- und sachkundige Berater und Partner des Projektes gewonnen werden. Auch mit dem Frankfurter Feldbahnmuseum besteht ein Austausch. Bald darauf begann eine Crew von acht Ehrenamtlern mit der Planung und Realisierung einer eingleisigen Feldbahn in 600 mm-Spurweite, die auch unter dem Aspekte einer möglichen späteren Personenbeförderung eine bequeme Verbindung zwischen dem ursprünglichen Museumsgelände und seiner südlich anschließenden Erweiterung darstellt. Die Streckenlänge beträgt rund 500 Meter. An beiden Endpunkten befinden sich Überholgleise, die in Lokschuppen enden, in denen die derzeit vier Feldbahnlokomotiven abgestellt werden können.

Dabei galt es, mit einer kleinen Brücke einen Bach und mit Hilfe eines Tunnels eine öffentliche Ortsverbindungsstraße zu queren. In den Investitionen für den Bau des Bahntunnels, die der Landschaftsverband Rheinland übernahm, waren auch die Aufwendungen für einen zweiten Fußgängertunnel enthalten. Zwischenzeitlich konnte der Bau der Feldbahnstrecke weitgehend abgeschlossen werden.

Ohne die materielle Unterstützung der Volksbank Wipperfürth-Lindlar sowie des Museumsfördervereins und des großen Engagements seiner Freiwilligen hätte die Steinbruchbahn nicht verwirklicht werden können. Als kleines Dankeschön erhalten nach wie vor alle Spender und Sponsoren unabhängig von der Spendenhöhe eine Urkunde mit einem „Streckenbaustein“.